Unsere Reise in den Norden Australiens ist sehr relaxt und harmonisch verlaufen. Mini war ganz lieb und hat so gut wie nicht gemurrt, auch wenn wir Stunden
unterwegs waren. Ich habe mit ihr hinten gesessen, sie in der Mitte, damit sie schön nach vorne schauen konnte, und ich daneben. Dank des wirklich großen Wagens war das sehr bequem. Die meiste
Zeit hat Melissa geschlafen, wenn sie wach war, haben wir gelesen. Das klappte so gut, dass ich schon überlege, ob wir nicht alle doch noch nach Ayers Rock fahren… und dann weiter runter über
Adelaide nach Melbourne, entlang der Great Ocean Road, um Shala, Toddy und Zaleha zu besuchen… Allerdings traut Micha unserem Auto (noch?) nicht ganz über den Weg, obwohl es uns brav nach Airlie
Beach gekutscht hat. Ja, wir bleiben erst einmal im tropischen Airlie Beach.
In Kempsey haben wir den ersten Zwischenstopp (nach unserem Start in Sydney) zum Übernachten gemacht. Die Fahrt dahin war sehr schön, alles herrlich grün und
üppig bewachsen. Ich hatte ganz vergessen, wie grün Australien ist! Wir haben die Landschaft so genossen, dass wir nicht daran gedacht haben, Fotos zu machen. Die schöne Reise hat uns über die
traurige Abschiedsstimmung von Kerstin und Bryce getröstet.
Dann ging es weiter nach Ballina, hier eine Abendstimmung:
Und Mini auf der Schaukel für Rollstuhlfahrer. Das machte ihr viel Spaß, hoffentlich findet ihr das nicht pietätlos…
Das nächste Mal machten wir halt in Hervey Bay, und haben uns sofort wieder verliebt… So hübsch! Vor 4 Jahren sind Micha und ich ja von hier nach Fraser-Island geflogen und hatten eine tolle Zeit; das haben wir diesmal nicht gemacht, aber in Erinnerungen geschwelgt. Hier ein Panorama von Hervey-Bay.

Etwas traurig hat uns allerdings die Tatsache gestimmt, dass das Hotel, in dem wir damals schliefen, wohl kürzlich aufgeben musste, schade, denn die Besitzerin
(eine Deutsche) ist wirklich besonders nett. Hier wollten wir eigentlich übernachten, so haben wir dann leider kurzfristig in einem mehr als drittklassigem Motel das Nachtlager aufgeschlagen
müssen…
Und ein obligatorisches Strandbild
Mini und ich bei Verbotenem – Möwen füttern (die haben doch aber „sooo dolle Hunger“ und gottseidank die Mini mit ihrem weichen Herz…)
Ganz toll an Hervey Bay ist der unglaublich lange Strand, der gesäumt ist von einem Grünstreifen mit Fitness-Parcours.
Ach, wenn wir hier blieben, dann könnten wir wieder in Form kommen… So gehen wir immer mehr auseinander wie Hefekuchen (und das, obwohl ich [wirklich] keine Macadamia-Nüsse nasche).
Schweren Herzens fahren wir weiter, zunächst bis Rockhampton, wo wir fürstlich in einem 2-Bedroom-Haus genächtigt haben.
Am Capricorn (oder auch Wendekreis des Steinbocks), gibt es hier eine Sonnenuhr und ich erlebe ein Déjà-vu. Hier waren wir schon am 21.12.2004 um 12:00 Uhr mittags. An diesem Datum steht die Sonne hier im Zenit, und es gibt keinen Schatten. Damals konnte ich es keine 10 Sekunden draußen aushalten, so heiß war es. Auch diesmal bin ich schnell vor Hitze geflüchtet, ich konnte noch nicht einmal das Foto abwarten und habe fluchtartig mit meiner Süßen den Schatten gesucht… ist das hier heiß!!!
Ach ja, es ist der 2. Mai: Ralle, alles Gute zum Geburtstag von Down-Under! We have a drink on you!
Den letzten Zwischenstopp vor unserem Ziel haben wir in Mackay eingelegt, mit etwas Glück. Denn Mackay, eine recht große Statt mit zahlreichen Hotels, war komplett ausgebucht. Montag ist hier Feiertag (Labor-Day) und die Aussies machen Urlaub. Am Ortsausgang haben wir dann aber doch noch ein (brauchbares) Motel ergattert und den Tag am Strand genossen und geschaukelt.
Am Sonntag kommen wir dann nach über 2500 staubigen und langsamen (Tempo-Limit 100, max. 110) Kilometern in Airlie Beach an, schön war die Fahrt! Allerdings wurde es immer öder und einsamer, je höher wir in den Norden kamen. Aber auch das hat was! In Airlie Beach wohnen wir im Haus von Natascha, einer Freundin von Kerstin und ihrer Mutter. Die liebe Natascha hat zwei ganz freundliche Hunde, und Micha macht sich gut beim Gassi-gehen, gelle?
Mini ist noch etwas ängstlich, wird aber immer mutiger! Ich denke, in ein, zwei Tagen sind sie und die Hunde unzertrennlich…
In nächster Zeit wird es also Bilder vom Relaxen in Airlie Beach geben, ein kleiner Vorgeschmack schon jetzt. Das besondere an Airlie Beach ist die künstliche Lagune am Meer. Da es hier im Norden Australiens einen Großteil des Jahres tödlich giftige Quallen, die „Stingers“ gibt, sollte man nicht im Meer baden. Um aber dennoch uneingeschränkten Badespaß genießen zu können, wurde die Lagune gebaut. Sehr groß, der Babybereich beschattet, einen sehr tiefen Abschnitt (2 Meter), wo man auch prima Schwimmen kann (juchhu!). Und das alles umsonst. Außerdem gibt es tolle Liegewiesen und Spielplätze. Und nach dem Badespaß, wenn der Hunger ruft, wird der Grill angeschmissen. Überall stehen hier die für Australien und Neuseeland typischen Gas-Grillplätze mit Elektrozünder. Ebenfalls kostenlos und sehr gepflegt. Wenn Ihr uns sucht, schaut zuerst hier vorbei ;-)
Minis erster Kontakt mit der Lagune
Micha traut sich noch nicht rein

Airlie Beach ist nicht nur bei Backpackern, sondern auch bei Jacht-Besitzern sehr beliebt, die Prachtexemplare liegen hier in der Bucht an. Ich liebe Jachten anschauen!
Hier kommt noch ein Bild von Micha und mir mit Selbstauslöser aufgenommen. Micha hat gerade einen unanständigen Spaß gemacht (was, verrate ich nicht)…
Mini genießt es hier auch, die coole Sonnenbrille ist übrigens neu und darf nicht fehlen…
Und Wasserspritzen ist auch total lustig.
Aber in den nächsten Tagen sicherlich noch mehr Airlie Beach-Bilder. Übrigens beneiden uns alle Aussies, mit denen wir bisher unsere Reise bequatscht haben,
darum, dass wir in Airlie Beach bleiben. Obwohl der Ort (noch) recht klein ist, ist er allen ein Begriff und steht für eine gute Zeit in den Tropen.
Tropen bedeuten natürlich auch Tiere, hier z.B. grüne Ameisen, die wohl sehr unangenehm beißen können.
Um Euch die Flora und Fauna nicht vorzuenthalten, kommen sicherlich bald noch mehr „Tierbilder“.
Bis dahin „See ya“















